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Der SCA begegnete ich erstmals 1981. In einem Regelbuch zum Fantasyrollenspiel RUNEQUEST stand ganz hinten unter Lesetipps der Satz: "for living in the period: the society for creative anachronism" und die damalige Anschrift. Das klang ungeheuer interessant, ich schrieb sogleich dorthin und erhielt kurze Zeit später Antwort.

Selbstverständlich wurde ich Mitglied.

Damals war die Welt noch größer als heute und die Situation in Deutschland ganz anders. Deutsche Mitglieder gab es nur sehr wenige, es waren vielleicht fünf oder sechs, zwei kannte ich aus einem Fantasyclub. Die anderen zwei oder drei waren Gattinnen amerikanischer Militärangehöriger, die leider auf keinerlei Briefe antworteten. Sämtliche anderen Kontaktanschriften hier in Deutschland waren APO-Adressen, die waren aus Deutschland her mit der Post nicht erreichbar, auch die angegebenen Telefonnummern waren nur auf dem US-militärischen Dienstweg erreichbar. Somit standen die drei deutschen SCAdians, die untereinander Kontakt hatten, etwas verloren da.

Nichtsdestotrotz gingen wir unverdrossen ans Werk, wir hatten schließlich das Known World Handbook und die Tournaments Illuminated-Hefte. Wir begannen dann damit, mittelalterliche Treffen abzuhalten, mit allerlei Aktivitäten, darunter auch Kämpfe. Bald stießen weitere Interessenten zu uns. Trotz intensiver Bemühungen unsererseits gelang es damals jedoch nicht, dauerhafte Kontakte zu den SCA-Gruppen der Militärbasen in Deutschland aufzubauen. Das führte dazu, dass unsere Gruppe aus "resident members" und Interessenten  sich im Jahr 1983 dazu entschloss, einen eigenen deutschen Mittelalterverein ins Leben zu rufen. Der Verein "Le Chevalier e.V." wurde gegründet.

Aber dies ist eine andere Geschichte.

 

Giraut le Noir